„Bist du tot?“ – eine App aus China stellt eigentlich die richtige Frage
Eine App mit einem ziemlich bemerkenswerten Namen
In den Medien wurde in den vergangenen Wochen über eine chinesische App berichtet. Sie heißt Sileme. Übersetzt heißt das ungefähr: „Bist du tot?“ Ziemlich direkt. Aber die Idee dahinter ist simpel. Menschen, die alleine leben, drücken regelmäßig einen großen Knopf in der App und bestätigen damit:
Ja, mir geht es gut. Ich bin noch da und lebe.
Bleiben die Check-ins aus, wird ein hinterlegter Kontakt informiert. Die App wurde damit in China innerhalb kurzer Zeit extrem erfolgreich. Wir hier in Deutschland fragen uns:
Warum funktioniert eine so einfache Idee in China?
Genau betrachtet machen wir mit dem Inaktivitätsmelder ellio etwas ganz Ähnliches.
Wir beschäftigen uns bei der pironex schon lange mit der Frage: Wie können Angehörige wissen, dass es ihrer Mutter, ihrem Vater oder einem anderen alleinlebenden Menschen gut geht? Natürlich könnte meine Mutter jeden Morgen eine App öffnen und einen grünen Knopf drücken. Aber muss sie das wirklich? Was passiert, wenn sie es vergisst? Dann mache ich mir Sorgen, obwohl alles in Ordnung ist.
Und noch wichtiger: Was passiert, wenn sie tatsächlich stürzt und der ganze Tag und eine Nacht vergeht, bevor eine Meldung an die Angehörigen geht? Da das zu lange dauern würde, haben wir mit dem Produkt ellio eine bessere Lösung entwickelt.
Warum soll der Mensch jeden Tag bestätigen, dass er noch lebt?
Unser ellio Inaktivitätsmelder genauer gesagt ellio base steht einfach in der Wohnung, vorzugsweise im Flur vor dem WC.
ellio beobachtet nicht den Menschen mit einer Kamera und verlangt auch keinen täglichen Check-in. Stattdessen erkennt das System Aktivität über seine Sensoren. Solange der normale Alltag stattfindet, passiert überhaupt nichts.
Erst wenn über einen ungewöhnlich langen Zeitraum keine Aktivität mehr erkannt wird, werden die Angehörigen informiert. Dann kommt nicht die Nachricht: „Deine Mutter ist gestürzt oder tot.“ Das können wir schließlich gar nicht wissen. Sondern sinngemäß:
„Hier stimmt etwas nicht. Schau bitte einmal nach.“ Und das ist so wichtig, um sofort zu helfen.
Denn der klassische Notrufknopf hat ein Problem
Natürlich gibt es seit vielen Jahren die bekannten Hausnotrufsysteme von Johannitern, Caritas und anderen Anbietern. Die sind wichtig und haben absolut ihre Berechtigung. Aber ein klassischer Notrufknopf hat eine ganz einfache Voraussetzung:
Der Mensch muss ihn drücken.
Wenn ich gestürzt bin und noch bei Bewusstsein bin, funktioniert das. Wenn der Notrufknopf gerade nicht getragen wird, funktioniert es nicht. Und bei Bewusstlosigkeit funktioniert es ebenfalls nicht. Darum ist die chinesische Idee so spannend. Sie denkt nicht erst über den Notruf nach, sondern über die viel grundsätzlichere Frage:
Wie merken andere Menschen überhaupt, dass mit mir etwas nicht stimmt?
Zu Hause ellio base, unterwegs ellio help
Und damit kommen bei der Lösung ellio.care zwei Dinge zusammen.
Zu Hause übernimmt ellio base diese Aufgabe automatisch. Der Mensch muss nicht jeden Morgen daran denken, rechtzeitig einen Knopf zu drücken. Wenn über einen ungewöhnlich langen Zeitraum keine Aktivität festgestellt wird, werden die Angehörigen direkt informiert .
Unterwegs ist die Situation noch einmal eine andere. Dafür gibt es ellio Help. Beim Spaziergang, auf dem Weg zum Einkaufen oder zum Arzt kann ich selbst einen Hilferuf auslösen. Dann erhalten meine Angehörigen die Information und gleichzeitig meine aktuelle Position. Für uns gehören diese beiden Gedanken zusammen.
Zu Hause erkennen, wenn etwas ungewöhnlich ist. Unterwegs aktiv Hilfe rufen können.
Warum funktioniert „Bist du tot?“ in China – und bei uns diskutieren wir noch?
Warum wird eine App mit dem ziemlich drastischen Namen „Bist du tot?“ in China plötzlich zum Hit, während wir in Deutschland seit Jahren über Hausnotrufknöpfe, Modellprojekte und technische Assistenzsysteme diskutieren? Ich kann diese Frage auch nicht beantworten. Vielleicht ist die Einfachheit der chinesischen Lösung gerade ihr Erfolgsgeheimnis. Nur einmal am Tag einen Knopf drücken. Wir wissen, dass es noch einfacher gehen kann.
Warum soll meine Mutter jeden Tag bestätigen, dass alles in Ordnung ist, wenn die Technik das im Hintergrund selbst erkennen kann?
Genau deshalb haben wir ellio entwickelt. Nicht um Menschen zu überwachen. Sondern damit wir mitbekommen, wenn etwas nicht so ist wie sonst. Und vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe eines guten Notrufsystems:
Es soll da sein, wenn der Mensch selbst gerade nicht mehr daran denken kann.
Sicherheit, die mitgeht.
Entdecke ellio.help & ellio.nfc — Schutz für unterwegs, ganz ohne Sorgen.
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